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Wärmepumpe im Altbau - Macht das Sinn?

Elektrische Wärmepumpen gehören mittlerweile zu den beliebtesten Anlagenformen – zumindest im Neubau. Doch auch in Altbauten können die effizienten und umweltfreundlichen Technologien für angenehme Wärme sorgen. So urteilt eine Forschungsgruppe des Fraunhofer-Instituts nach der Analyse von mehr als 50 Gebäuden, die mit einer Wärmepumpe beheizt werden.

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  • Auch im Altbau können Sie mit einer Wärmepumpe sparen!
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  • Die Standortfaktoren bestimmen das Wärmepumpensystem

Wärmepumpe – Heiztechnologie, die begeistert

Mittlerweile entscheiden sich fast50 % aller Bauherrn für den Betrieb einer Luft- oder Erdwärmepumpe für ihren Neubau. Kein Wunder, denn diese Anlagen arbeiten energieeffizient, umweltfreundlich und sind ausgesprochen wartungsarm. Das Prinzip ist genial: Umgebungswärme wird über ein Übertragungsmittel gesammelt, das anschließend komprimiert wird. Dadurch hebt sich das Energieniveau an und die entstehende Wärme wird zur Raumheizung genutzt. Haben sich die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten einmal amortisiert, gibt es keine Heiztechnologie, die so kostengünstig arbeitet, denn es muss lediglich der benötigte Strom bezahlt werden.

Wärmepumpe im Altbau

Damit eine Wärmepumpenheizung effizient arbeitet und ausreichend Wärme bereitstellen kann, muss der Altbau gut gedämmt sein und das Grundstück muss die Möglichkeiten für die Gewinnung der Umgebungswärme hergeben. Und dennoch bleiben Zweifel. Dass dies häufig unbegründet ist, fand jetzt die Forschungsgruppe des Fraunhofer Instituts heraus. Die untersuchten Gebäude sind zwischen 15 und 170 Jahre alt und in unterschiedlichem Ausmaß saniert. Das Ergebnis: Der Großteil der Wärmepumpen tat das, was sie sollte: Sie arbeiteten weitgehend störungsfrei, effektiv und mit einem Heizwärmeverbrauch, der im Rahmen liegt.

Es kommt darauf an!

Diese erfreulichen Ergebnisse machen dennoch nicht jeden Altbau für eine Wärmepumpe geeignet. Die Qualität der Anlage, eine richtige Dimensionierung wie auch äußere Faktoren sind entscheidend. So müssen energetisches Gebäudeniveau und installiertes Wärmeübergabesystem passen. Übrigens: Sind in Ihrem Altbau Heizkörper verbaut, müssen Sie nicht zwangsläufig auf eine Flächenheizung – wie meist in Kombination mit einer Wärmepumpe üblich – umsteigen. Für den Erfolg entscheidend ist auf jeden Fall eine fachkundige Beratung durch einen Heizungsbaubetrieb, der sich mit der Wärmepumpentechnologie auskennt!


13.10.2020 14:23 Alter: 14 Tag(e)

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