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Schön gespachtelt – vier Qualitätsstufen für glatte Wände

Welche Oberflächengüte eine gespachtelte Fläche am Ende haben soll, hängt von vielen Aspekten ab. Wandbelag, Beschichtung und Beleuchtung entscheiden über die nötige Qualität, die sich in vier Stufen einteilen lässt.

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  • Welche Spachtelung darf es sein?
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  • Glatt allein reicht nicht immer aus!

Qualitätsstufen im Vorfeld vereinbaren!

Beauftragen Sie einen Maler damit, Ihre Wände zu glätten, sollten Sie auf jeden Fall im Vorfeld klären, welche Qualität die Oberfläche am Ende haben soll. Dazu stehen vier verschiedene Qualitätsstufen zur Verfügung. Verzichten sollten Sie auf vage Bezeichnungen wie glatt, oberflächenfertig oder streiflichtfrei – denn diese Begriffe lassen subjektive Einschätzungen zu, die später zu viel Ärger führen können.

Grundverspachtelung Q1

Soll eine Wand später mit einem Belag aus Fliesen oder Platten versehen werden, ist eine Grundverspachtelung ausreichend. Diese sieht die Verspachtelung von Stoßfugen und sichtbaren Befestigungsteilen vor.

Standardverspachtelung Q2

Ist für die Wand ein Strukturputz, eine grobstrukturierte Tapete oder eine matte, gefüllte Beschichtung vorgesehen, ist eine Standardverspachtelung die richtige Grundlage. Hierbei werden zusätzlich zur Grundverspachtelung die Fugen nachgespachtelt. Dass sich der Untergrund abzeichnet, kann bei der Qualitätsstufe 2 allerdings nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Erhöhte optische Anforderungen Q3

Um eine glatte Wand zu erreichen, die auch erhöhten optischen Anforderungen entspricht, werden bei einer Spachtelung nach Qualitätsstufe 3 zusätzlich die Fugen breit ausgespachtelt, die Spachtelfläche wird anschließend scharf abgezogen, um zum Beispiel bei einer Gipskartonwand die Poren zu schließen. Q3-Oberflächen eignen sich als Untergrund für dekorative Oberputze, feinstrukturierte Tapeten oder matte Beschichtungen ohne Struktur geeignet. Streiflichteffekte können nicht komplett ausgeschlossen werden.

Vollflächiges Spachteln Q4

Eine absolut glatte Wand wird durch vollflächiges Spachteln erzielt. Hierbei werden die Schritte aus den Stufen Q1 bis Q3 durch einen kompletten Spachtelüberzug mit einer Stärke von ca. 3 mm ergänzt. Die so gespachtelte Wand kann lasiert, mittelglänzend beschichtet oder mit Glätttechniken weiterbehandelt werden.

Damit es bei der Abnahme keinen Ärger gibt, sollte der Fachbetrieb vor Ort die Wandbeschaffenheit vorab prüfen. Untergrund, Farbtonabweichungen oder zulässige Toleranzen können das Ergebnis negativ beeinflussen, obwohl die Qualitätsstufe eingehalten wurde. 


19.11.2018 10:57 Alter: 29 Tag(e)

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